Für Vielfalt, Antidiskriminierungsarbeit und die psychische Gesundheit: Ausschuss für Soziales und Gesundheit beschließt Förderungen
Der Landkreis Lüneburg setzt ein Zeichen für Prävention, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Neben der geplanten Einführung des Präventionsprojekts „Verrückt? Na und! – Seelisch fit in der Schule“ an weiterführenden Schulen sollen im Jahr 2026 auch zentrale Beratungs- und Unterstützungsangebote für queere Menschen sowie Betroffene von Diskriminierung finanziell gefördert werden – vorbehaltlich der Genehmigung des Haushalts. Dies beschloss der kreiseigene Ausschuss für Soziales und Gesundheit in seiner jüngsten Sitzung.
Der Sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises plant, das Präventionsprogramm „Verrückt? Na und!“ an weiterführenden Schulen einzuführen. Hintergrund ist die hohe psychische Belastung vieler Kinder und Jugendlicher: Vier bis fünf Schülerinnen und Schüler pro Klasse sind selbst von psychischen Erkrankungen betroffen, weitere wachsen mit psychisch erkrankten Angehörigen auf. Ziel des Projekts ist es, psychische Erkrankungen zu enttabuisieren, Wissen zu vermitteln und junge Menschen zu ermutigen, sich frühzeitig Hilfe zu suchen. Ein Schulprojekttag für die Klassenstufen 8 bis 13 wird jeweils von einer Fachkraft, etwa aus dem Sozialpsychiatrischen Dienst, gemeinsam mit einer Person mit eigener Erfahrung im Bereich psychischer Erkrankungen durchgeführt.
Der Verein Checkpoint Queer e.V. erhält für das Jahr 2026 einen Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro. Checkpoint Queer ist als queeres Zentrum, Trans-Beratungsstelle und Anlaufstelle für sexuelle Gesundheit ein wichtiger Ansprechpartner für LSBTIQ*-Personen aus der Region. Betroffene von queerfeindlichen Übergriffen finden hier niedrigschwellige, sensible Beratung, Unterstützung in Krisensituationen sowie Austausch- und Begegnungsmöglichkeiten. Zudem leistet Checkpoint Queer durch Netzwerkarbeit, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung der Gesellschaft.
Ebenfalls gefördert werden soll der Verein SCHLAU Lüneburg e.V., dem für das Jahr 2026 ein Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro gewährt wird. SCHLAU Lüneburg ist ein ehrenamtliches Schulaufklärungsprojekt zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt und seit vielen Jahren im Kreisgebiet aktiv. Ziel der Schulbesuche ist es, Vorurteile abzubauen, Diskriminierung vorzubeugen und ein respektvolles Miteinander zu fördern.
Darüber hinaus empfiehlt der Ausschuss, der Beratungsstelle für Antidiskriminierung des Vereins diversu e.V. für das Jahr 2026 einen Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro zu gewähren. Die Beratungsstelle unterstützt Betroffene von Diskriminierung professionell und niedrigschwellig und leistet durch Bildungs-, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit einen wichtigen Beitrag zum Abbau struktureller Diskriminierung. Diversu e.V. verfügt über Expertise zu unterschiedlichen Diskriminierungsformen und arbeitet eng mit zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteurinnen und Akteuren zusammen.
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