Landkreis Lüneburg: Regionales Raumordnungsprogramm 2025 beschlossen
Der Landkreis Lüneburg richtet sich für die Zukunft aus: Mit einem umfassenden Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) steuert der Landkreis künftig wichtige Entwicklungen im Kreisgebiet. Dazu gehören insbesondere die Bevölkerungs-, Siedlungs-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Landschaftsentwicklung. Das RROP 2025 wurde vom Kreistag in seiner Sitzung am Donnerstag (19. März 2026) als Satzung beschlossen. „Die rege Teilnahme an dem Beteiligungsverfahren und das öffentliche Interesse am RROP zeigen, welche Bedeutung die regionale Planung hat“, sagt Landrat Jens Böther.
Wofür steht das RROP?
Das RROP dient als übergeordnetes räumliches Entwicklungskonzept für den Landkreis Lüneburg. Es legt unter anderem Schwerpunkte bei der wohnbaulichen und gewerblichen Entwicklung, der Daseinsvorsorge, dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel, dem Schutz ökologisch hochwertiger Bereiche sowie bei der Mobilität fest. Weitere Themen sind etwa die Steuerung des Windenergieausbaus, der Hochwasserschutz und das Wassermanagement, die Rohstoffsicherung sowie die Entwicklung nachhaltiger Land- und Forstwirtschaft.
Als übergeordnetes Planungsinstrument betrachtet das RROP den Landkreis aus der „Vogelperspektive“, ohne selber konkrete Maßnahmen vorzunehmen. Es beantwortet grundlegende Fragen der regionalen Entwicklung: Wo sollen künftig Siedlungsschwerpunkte entstehen? Wo sollen Rohstoffe vor anderweitigen Nutzungen gesichert werden? Wo ist großflächiger Einzelhandel sinnvoll, um die Versorgung zu sichern und Verkehr zu vermeiden? Die Kommunen berücksichtigen diese übergeordneten Vorgaben anschließend bei ihren konkreten städtebaulichen Planungen. Zudem liefert das RROP wichtige Grundlagen für überregionale Infrastrukturprojekte wie Stromtrassen, Autobahnen oder Bahnlinien.
Wie kam es zum jetzigen RROP?
Der Kreistag hatte am 19. Juni 2017 beschlossen, das Regionale Raumordnungsprogramm neu aufzustellen. Seitdem wurden in drei Beteiligungsverfahren insgesamt rund 1200 Stellungnahmen von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie Trägern öffentlicher Belange geprüft und berücksichtigt. Auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte, Samt- mit ihren Mitgliedsgemeinden und die Einheitsgemeinden waren eng in den Prozess eingebunden. Grundlage für den jetzigen Beschluss sind zudem umfangreiche Gutachten und Expertisen zu Themen wie zukunftsfähige Siedlungsentwicklung, Einzelhandel, Rohstoffsicherung und Verkehr sowie zahlreiche Gespräche mit Fachleuten und Vertreterinnen und Vertretern aus der Region.
Wie geht es nun weiter?
Das Regionale Raumordnungsprogramm 2025 wird dem Amt für regionale Landesentwicklung zur Genehmigung vorgelegt. Mit der öffentlichen Bekanntmachung der Genehmigung tritt das neue Programm in Kraft. Gleichzeitig wird das bisher gültige Raumordnungsprogramm aus dem Jahr 2003 mit seinen Änderungen aus den Jahren 2010 und 2016 außer Kraft gesetzt.
Weitere Informationen zum Regionalen Raumordnungsprogramm gibt es unter www.landkreis-lueneburg.de/rrop.
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