Planfeststellungsbeschluss für Elbbrücke erlassen – Wichtiger Schritt für feste Elbquerung und regionale Entwicklung
Eine feste Elbquerung zwischen Darchau (Landkreis Lüneburg) und Neu Darchau (Landkreis Lüchow-Dannenberg) ist ein gutes Stück konkreter geworden: Die Planfeststellungsbehörde des Landkreises Lüneburg hat jetzt für das Projekt den positiven Planfeststellungsbeschluss erlassen. Damit ist das behördliche Genehmigungs- und Beteiligungsverfahren erfolgreich abgeschlossen.
Der Planfeststellungsbeschluss umfasst 230 Seiten sowie rund 2.000 Seiten Planunterlagen. Seit heute liegen die Unterlagen für alle Interessierten zwei Wochen lang öffentlich aus. Es besteht die Möglichkeit, den Beschluss auf dem Rechtsweg überprüfen zu lassen. Der Landrat hat dem Kreistag den Planfeststellungsbeschluss für die Elbbrücke zur Kenntnis gegeben und den Fahrplan zur weiteren Umsetzung des Projektes zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Ziel ist es, dass der Kreistag als oberstes Organ des Landkreises den kreiseigenen Betrieb für Straßenbau und -unterhaltung (SBU) beauftragt, die vom Land Niedersachsen in Aussicht gestellten Fördermittel in Höhe von 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten zu beantragen sowie die weiteren Planungsschritte zur zeitnahen Realisierung der Brücke einzuleiten.
Für Landrat Jens Böther markiert der jetzt ergangene Planfeststellungsbeschluss einen wichtigen Meilenstein: „Wir sind unserem Ziel einer festen Elbquerung einen großen Schritt nähergekommen. Die Brücke ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für unsere Region. Mit der Elbbrücke werden unzählige Verbesserungen für die Menschen links und rechts der Elbe möglich: verlässliche Schul- und Arbeitswege, uneingeschränkte Teilhabe an der Gesundheitsinfrastruktur sowie am kulturellen Angebot unseres Landkreises und verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die regionale Wirtschaft seien nur beispielhaft genannt. Darüber hinaus verbessern wir durch die feste Anbindung der Gemeinde Amt Neuhaus die Sicherheit im Brand- und Katastrophenschutz sowie im Rettungsdienst nachhaltig und stärken die regionale Entwicklung im Landkreis Lüneburg. Unabhängig davon: Die Brücke ist auch ein jahrzehntelanges Versprechen an die Menschen in der Gemeinde Amt Neuhaus und auch eine Frage der Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit unseres Staates. Daher bin ich dankbar, dass unsere Planfeststellungsbehörde nach umfangreicher Prüfung zu diesem positiven Ergebnis gekommen ist.“
Für den Antragssteller SBU hebt dessen Leiter Jens-Michael Seegers hervor: „Wir freuen uns sehr, dass das mehrjährige, intensive Verfahren mit dem Erhalt des Planfeststellungsbeschlusses nun erfolgreich abgeschlossen ist. Unsere Aufgabe ist damit natürlich nicht beendet: Wir möchten den Planungsprozess gerne fortsetzen und das Projekt zeitnah realisieren.“
Die Elbbrücke Darchau-Neu Darchau wird als Verkehrsbrücke sowohl für Kraftfahrzeuge als auch für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger ausgelegt. Sie soll als feste Querung die Lücke zwischen den derzeit bestehenden Brücken bei Dömitz und Lauenburg schließen und so die Mobilität, Erreichbarkeit und Versorgung der Menschen vor Ort deutlich verbessern. Mit der Brücke, deren Baukosten sich nach derzeitigem Stand auf rund 97 Millionen Euro belaufen, leistet der Landkreis Lüneburg einen wichtigen Beitrag zur Infrastruktur und zur Attraktivität des ländlichen Raumes.
Hintergrund:
Der Planfeststellungsbeschluss ist die behördliche Genehmigung für ein Infrastrukturvorhaben und Voraussetzung für die Realisierung. Er bündelt alle erforderlichen Prüfungen und Abwägungen, insbesondere zu Umwelt-, Natur- und Anwohnerschutz, und schafft damit die rechtliche Grundlage für die weitere Planung und den Bau.
Der Planfeststellungsbeschluss ist online abrufbar unter www.landkreis-lueneburg.de/planfeststellung.
Weitere Informationen zur Elbbrücke unter www.landkreis-lueneburg.de/elbbruecke.
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