Krötenwanderung im Landkreis Lüneburg: Helferinnen und Helfer zum Schutz der Tiere gesucht!
Bald ist es wieder so weit: Wenn es regnerisch und über mehrere Nächte wärmer als fünf Grad wird, dann verlassen Kröten, Frösche und Molche ihre Winterquartiere. Mit steigender Temperatur meldet sich ihre biologische Uhr; der Stoffwechsel wird wieder hochgefahren. Dann beginnt ab Mitte bis Ende Februar während der Nacht die Amphibienwanderung. „Doch die ist ziemlich gefährlich, weil die Wanderouten der Tiere häufig über vielbefahrene Straßen führen“, erklärt Maike Mangelsdorf von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Lüneburg. Deshalb sucht der Landkreis Lüneburg Helferinnen und Helfer, die die Tiere sicher über die Straße bringen.
Die Krötenwanderung liegt den Amphibien im Instinkt: Zur Fortpflanzung kehren sie an den Ort zurück, an dem sie selbst geboren wurden – meist sind das Laichgewässer wie Teiche, Tümpel oder Feuchtwiesen. Damit die Reise sicher verläuft, stellen Naturschützer entlang von Straßen mit der Unterstützung des Landkreises Lüneburg Schutzzäune auf, wobei Eimer eingegraben werden, die die Tiere auffangen, bevor sie die Straße erreichen. Hier müssen die Tiere dann eine Zwangspause machen, bis freiwillige Helfer kommen und sie sicher auf der anderen Straßenseite absetzen.
Alle Amphibienarten im Landkreis Lüneburg sind besonders geschützt und in ihrer Existenz bedroht. Die Bestände aller Amphibienarten sind in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Der Landkreis Lüneburg, die NABU Kreisgruppe Lüneburg sowie örtliche Amphibienzaungruppen suchen Helferinnen und Helfer, die die Zäune und Auffangeimer täglich morgens und abends überprüfen und bei Bedarf über die Straße tragen und leeren. Unter anderem in Deutsch-Evern, Embsen und für den Hasenburger Mühlenteich wird noch Unterstützung gesucht. Interessierte melden sich direkt unter den unten angegebenen Kontaktdaten. Es ist wünschenswert, dass die Freiwilligen nahe der Einsatzorte wohnen, damit keine weiten Strecken gefahren werden müssen.
Auch, wer keine Zeit hat, um direkt mitzuhelfen, kann etwas tun: Vorsichtig fahren, besonders dort, wo Schilder auf die Krötenwanderung hinweisen. „Kröten, Frösche und Molche sind für das natürliche Gleichgewicht in unserer Region sehr wichtig und brauchen unsere Hilfe“, so Maike Mangelsdorf von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Lüneburg, „Wir Menschen sind zwar durch Straßenverkehr und Klimawandel die größte Bedrohung für sie, aber wir können den Amphibien auch helfen.“
Kontaktdaten der verschiedenen Zaungruppen
Zäune in Embsen, Deutsch Evern, Hasenburg: amphibienschutz@nabu-lueneburg.de
Zaun Betzendorf: metamett@hotmail.de
Zaun Artlenburg-Avendorf: reinhardnack@t-online.de
Zaun Ochtmissen: https://kroetenzaun-ochtmissen.de/
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