Radverkehrsförderung: Landkreis Lüneburg schafft neue Struktur für Anträge
Das Modellvorhaben „Radverkehrsförderung 3.0“ (RVF 3.0) wird bis einschließlich 2027 verlängert. Kommunen können damit auch in den kommenden Jahren Förderanträge zur Weiterentwicklung des Radverkehrs stellen. Der Landkreis Lüneburg nutzt die verlängerte Projektlaufzeit, um die bisherigen Abläufe weiterzuentwickeln und für die verbleibende Laufzeit neu zu strukturieren.
Kommunen, die neue Projekte anstoßen möchten oder Fragen zur RVF 3.0 haben, können sich direkt an den Landkreis Lüneburg wenden – weiterhin unkompliziert online oder im Rahmen einer neu eingeführten Beratung vor Ort. Für die Beratung ist keine formelle Anmeldung notwendig. Ein Anruf vorab unter der Telefonnummer 04131 26 1842 genügt. „Die Verlängerung des Modellvorhabens gibt uns die Möglichkeit, die Arbeit an den Radverkehrsprojekten weiter voranzubringen. Uns ist dabei wichtig, dass Kommunen und Gemeinden unkompliziert Unterstützung bekommen und wissen, an wen sie sich mit ihren Fragen und Projektideen wenden können“, erklärt Marina Schweikert vom Landkreis Lüneburg.
Im Zuge der Neustrukturierung wurde die bisherige digitale Abwicklung über das Online-Portal rvf.online beendet. Bereits begonnene Planungen werden unabhängig von der Umstellung fortgeführt. Auch neue Vorhaben können weiterhin eingebracht werden. Mit der neuen Struktur möchte der Landkreis die Bearbeitung bereits eingebrachter und neuer Fälle trotz Beendigung des Online-Portals möglichst unkompliziert ermöglichen und die Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren weiterhin niedrigschwellig halten. Kommunen und Gemeinden sind ausdrücklich eingeladen, sich mit ihren Anliegen zum Projekt direkt an den Landkreis zu wenden und sich helfen zu lassen. Bereits begonnene Planungen wurden unabhängig von der Umstellung fortgeführt.
Zur Radverkehrsförderung 3.0
Das Alltagsleben von Radfahrerinnen und Radfahrern leichter machen und Barrieren beseitigen – das ist das Ziel dieses Kooperationsprojekts zwischen dem Landkreis Lüneburg und der Leuphana Universität Lüneburg. Seit Sommerende 2021 beschäftigt sich der Fachdienst Mobilität intensiv mit der Umsetzung der Radverkehrsförderung 3.0. Oft sind es Kleinigkeiten, die Radfahrende verunsichern oder sogar aufhalten – ein schlecht sichtbares Schild, eine fehlende Markierung oder eine Barriere wie ein hoher Bordstein oder Umlaufsperren, die unnötig zum Absteigen oder umdrehen zwingen.
Studierende der Leuphana Universität haben all solche Mängel zusammen mit Verbesserungsvorschlägen an den Landkreis und somit die öffentliche Hand überreicht. Damit die Ideen in umsetzbare Maßnahmen übertragen werden können, arbeiten der Landkreis und die Kommunen eng zusammen. Die Radverkehrsförderung 3.0 wird im Rahmen der Richtlinie zur Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland vom Bundesministerium für Verkehr mit 1,6 Millionen Euro gefördert. So soll das Radfahren schneller, einfacher und sicherer werden, damit es für mehr Bürgerinnen und Bürger eine echte Alternative zum Auto wird.
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