Feierlicher Ausklang der Wahlperiode 2021 bis 2026: Langjährige Kreistagsmitglieder geehrt
Mit einer Feierstunde ist im Landkreis Lüneburg die Wahlperiode 2021 bis 2026 zu Ende gegangen. Landrat Jens Böther blickte in seiner Rede nicht nur auf die vergangenen fünf Jahre sondern auch auf die Anfänge des Landkreises Lüneburg vor 80 Jahren zurück. Dieser war – wie auch das Land Niedersachsen – am 1. November 1946 gegründet worden. „Wenn wir heute auf 80 Jahre zurückblicken, dann tun wir das im tiefen Bewusstsein dieser historischen Verbundenheit. Wir feiern heute nicht uns selbst, wir feiern das Fundament unserer Heimatregion und acht Jahrzehnte erfolgreiche, gemeinsame Landesgeschichte“, so Böther. Ein Blick zurück in das Gründungsjahr 1946 zeige, welch tiefgreifende Herausforderungen es gab, als der Landkreis Lüneburg als selbstverwaltungspolitische Einheit neu formiert wurde. Gleichwohl existiere der Landkreis Lüneburg in seinen heutigen Grenzen erst seit 33 Jahren, erinnerte Böther: „Zum 30. Juni 1993 erfolgte die Rückgliederung des Amt Neuhaus, das im Zuge der deutsch-deutschen Teilung für mehr als vier Jahrzehnte von Westdeutschland abgeschnitten war. Es war der ausdrückliche Wunsch der Menschen dort, sich nach der Wiedervereinigung wieder dem Landkreis Lüneburg anzugliedern.“
Als Ehrengast sprach Dr. Joachim Schwind, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Niedersächsischen Landkreistages, über die künftigen Herausforderungen der Landkreise im Allgemeinen. Dabei ging er unter anderem auf deren finanzielle Situation ein, die darunter leide, dass Bund und Land zwar Aufgaben an die Landkreise übertragen, dies jedoch nicht auskömmlich finanzieren. Gleichwohl hätten die Kreistagsabgeordneten des Lüneburger Kreistags ihr Mandat intensiv genutzt. „Sie haben Ihre Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger in engagierter Weise wahrgenommen. Sie sind der Ort des Kompromisses für den Landkreis gewesen“, so Schwind. Dabei werde „der Kompromiss der einzige Weg sein, mit dem wir die Werte des Grundgesetzes verteidigen können.“
Im Rahmen der Feierstunde wurden langjährige Kreistagsmitglieder, die mit Ende der Wahlperiode aus dem Gremium ausscheiden, mit einer Eintragung ins Ehrenbuch des Landkreises Lüneburg und mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Landrat Böther dankte ihnen sowie allen weiteren Abgeordneten für ihren Einsatz für das Gemeinwohl und richtete einen Appell an das künftige Kreisparlament: „Der scheidende Kreistag ist den Menschen im Landkreis Lüneburg gerecht geworden und hat trotz teilweiser widriger Umstände viel für sie erreicht. Denjenigen unter Ihnen, die auch dem kommenden Kreistag angehören werden, gebe ich mit auf den Weg: Bewahren Sie den Charakter dieser Institution – sachorientiert, respektvoll und verlässlich im Dienst der Bürgerinnen und Bürger.“
Verabschiedet wurden:
Antje Aden-Meyer, Nikolai Anton, Carmen Maria Bendorf, Egbert Bolmerg, Prof. Dr. Hinrich Bonin, Sebastian Deffner, Hans-Georg Führinger, Oliver Glodzei, Ralf Gros, Achim Gründel, Uwe Hinners, Hans-Detlef Jacobi, Dr. Beatrice John, Andreas Köhlbrandt, Petra Kruse-Runge, Stefan Mues, Anna-Lena Narewski, Dirk Neumann, Holger Prange, Rolf Rehfeldt, Batja Schädel, Jürgen Scherf, Inge Schmidt, Jens-Peter Schultz, Norbert Thiemann, Finn van den Berg, Dr. Inge Voltmann-Hummes, Wolf von Nordheim, Matthias Wiebe und Heike Zöller.
Der neue Kreistag des Landkreises Lüneburg konstituiert sich am Donnerstag, den 26. November 2026.
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